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Weihnachtliche Selbstliebe

 

Weihnachtliche Selbstliebe

10 Weihnachtsgeschenke an dich selbst

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Freude, des Feierns und der familiären Zusammengehörigkeit. Für viele Menschen ist Weihnachten ein echter Höhepunkt und eines der wichtigsten Familienfeste in ihrem Kalender.

Aber seien wir ehrlich: Es ist auch eine der stressigsten Zeiten des Jahres. Ewig lange To-Do-Listen, die vor den Feiertagen noch abgearbeitet werden wollen, während wir versuchen, die beinahe unvermeidliche Erkältung zu umschiffen. Wetterwechsel, Kälte und Dunkelheit machen uns zu schaffen und Weihnachtsfeiern und Jahresabschlussveranstaltungen wartet auf uns. Und haben wir überhaupt schon alle Geschenke? 

Wer dann auch noch versucht, Zeit für ein Weihnachtskonzert zu finden oder die feierlichen Veranstaltungen im Sportverein der Kinder zu jonglieren, verspürt bald nur noch Stress statt Weihnachtsstimmung. Zeit für Besinnlichkeit – oder Besinnung – bleibt da kaum.

Auch ich erlebe immer wieder, dass meine Klientinnen ausgerechnet um das Fest der Liebe herum nur sehr wenig Zeit für Selbstliebe finden.

Achtsam durch die Weihnachtszeit

Geht es dir auch so? Verzweifelst du regelmäßig zur Weihnachtszeit, weil du nie alle Dinge unter einen Hut bekommst, die du gern schaffen würdest? Fühlst du dich manchmal unzulänglich und so, als wärst du nicht gut genug, obwohl du tust, was du kannst? Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, denen die Dunkelheit aufs Gemüt schlägt und die im Winter besonders oft an Stimmungstiefs oder depressiven Verstimmungen leiden. Und über allem steht oft das Gefühl, dass wir uns so nicht fühlen sollten. Schließlich ist Weihnachten doch ein Fest der Freude!

Lass dir gesagt sein: Du bist damit nicht allein. Sehr viele Menschen erleben Ähnliches zur Weihnachtszeit. Und mit einem großen und wichtigen (Vor-)Weihnachtsgeschenk an dich selbst kannst du dir etwas Gutes tun!

Das Geschenk der Selbstliebe

So stressig die Vorweihnachtszeit für uns oft auch ist, ist sie jedoch auch die perfekte Zeit, um einmal auf dich selbst zu schauen. Wer bist du wirklich? Was ist dir wichtig, was eher nicht? Und was bist du zu leisten im Stande – oder bereit? Wo liegen deine Grenzen?

Nimm dir, dem vollen Terminkalender zum Trotz, Zeit, einmal innezuhalten und in dich hineinzuspüren: Wie gehst du gerade mit dir selbst um? Gönnst du dir kleine Auszeiten, belohnst dich mit positiven Gedanken? Gibst du dir selbst Kraft, Zuspruch und Liebe? Oder verschenkst du deine Kraft und deine Emotionen an deine Mitmenschen und bleibst leer und ausgebrannt zurück?

In den vielen Jahren meiner Coaching-Praxis habe ich gelernt: Selbstliebe ist das beste Geschenk, was wir uns machen können. Wenn wir unseren wahren Wert nicht nur theoretisch kennen, sondern ihn jeden Tag spüren, dann schenkt uns das Kraft, die wir gerade in stressigen Zeiten so oft benötigen. Und es schenkt uns innere Zufriedenheit, die wir alle verdient haben.

Aber wie kannst du dich mit Selbstliebe beschenken? Was kannst du für dich tun, um Selbstliebe zu wecken – und wie sieht diese aus?

Die folgenden zehn Geschenke helfen, achtsamer und liebevoller mit dir selbst umzugehen. Sie sind Teil der Selbstliebe – auch wenn sie manchmal im unerwarteten Gewand daherkommen.

10 Geschenke der Selbstliebe

1. Das Geschenk der Entschleunigung

In unserer ohnehin hektischen Gesellschaft scheinen die Uhren zur Weihnachtszeit noch schneller zu laufen als sonst. Wir hetzen von Termin zu Termin, kaufen nach Feierabend Geschenke in überfüllten Geschäften, stecken auf dem Weg zur Weihnachtsfeier im Verkehr fest…

Nimm dir gerade jetzt einmal bewusst eine Auszeit und beschenke dich mit Entschleunigung. Entschleunigen heißt, den Terminkalender zuzuschlagen und wieder mehr im Jetzt anzukommen. Wir sollten uns auf das besinnen, was ist, anstatt uns ständig auf das zu fokussieren, was wir noch zu erledigen haben. Wenn wir langsamer werden, entschleunigen, beginnen wir wieder zu sehen – uns selbst und die Welt um uns herum. Nicht so, wie wir sie idealisieren oder kritisieren, sondern so, wie sie wirklich ist.

Entschleunigung gibt uns außerdem die Möglichkeit, unseren eigenen Wert zu erkennen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wer wir sind. Während unsere Geschäftigkeit uns oft dazu verleitet, uns über das zu definieren, was wir schaffen, findet Entschleunigung das Glück im simplen Sein des Augenblicks. Sie erlaubt uns, nicht nur uns selbst wertzuschätzen, sondern auch den Wert unserer Nächsten zu erkennen.

Gönne also dir und deiner Familie das Geschenk der Entschleunigung. Erinnere dich an die Liebe, die du fühlst und empfängst. Erinnere dich daran, wer du wirklich bist, was dir wichtig ist. Spüre deinen wahren Wert, indem du langsamer wirst.

2. Das Geschenk der Achtsamkeit

Es ist leicht, sich in der Weihnachtszeit nach außen hin zu präsentieren. Wir gehen auf Partys und Veranstaltungen, treffen uns nach Feierabend noch schnell mit Freunden oder Kollegen zum Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt – und sind doch nicht wirklich präsent. Innerlich sind wir oft schon beim nächsten Termin, gehen hektisch unseren Terminkalender durch, um nur ja nicht zu spät zu kommen oder gar etwas zu verpassen.

Dabei vergessen wir, wirklich im Moment zu sein. Achtsamkeit ist mehr als nur körperliche Anwesenheit. Sie ist auch emotional, mental, spirituell.

Nimm dir die Zeit, ganz in den Moment zu kommen. Sieh dich mit offenen Augen und wachem Herzen um. Nimm die Schönheit, das Licht und die Liebe um dich herum wahr. Zeige dich, dein Wesen, vor den Menschen, mit denen du Zeit verbringst. Sei bei ihnen, sei interessiert, zeige Gefühle und nimm die Emotionen deiner Nächsten wahr.

Ich weiß, dass Weihnachten für viele Menschen – vielleicht auch für dich – auch eine Zeit der Trauer und Einsamkeit ist, in der sie diejenigen vermissen, die sie geliebt haben und die nicht mehr bei ihnen sind.

Wenn auch du zu diesen Menschen gehörst: Achte auf deine Bedürfnisse und sei trotzdem präsent. Vielleicht möchtest du nicht zu jeder Weihnachtsfeier, zu jedem Treffen, zu jeder Veranstaltung. Nimm dir die Freiheit, auch mal abzusagen. Aber wenn du zusagst, sei da! Sei präsent, versuche, dich auf den Augenblick einzulassen und mach dich auf den Weg zurück zum Leben und zur Liebe. Auch wenn Trauer dich vielleicht jedes Jahr zu Weihnachten begleiten wird: Du kannst noch immer neue, schöne Erinnerungen schaffen. Aber das geht nur, wenn du den Moment erlebst und nicht nur verstreichen lässt.

3. Das Geschenk der Authentizität

Wenn wir einmal ehrlich sind, ist uns allen klar, dass das Leben nicht immer einfach ist. Partnerschaft, Eltern-Sein, Arbeit – das alles kann uns eine Menge abverlangen. Wenn dann auch noch Weihnachtsstress hinzukommt, gepaart mit der Erwartungshaltung, in Weihnachtsstimmung sein zu müssen, kann es schon einmal zu viel werden.

Stehen wir unter großem Druck, neigen wir dazu, nur noch zu funktionieren. Und wer funktioniert, ist nicht in seiner Mitte, nicht authentisch. Das ist unglaublich anstrengend für dich, strahlt aber auch auf dein Umfeld ab: Hast du das Gefühl, funktionieren zu müssen, brauchst du einen reibungslosen Ablauf, damit du nicht aus der Bahn gerätst. Aber was ist, wenn die beste Freundin plötzlich eine unerwartete Trennung verkraften muss? Wenn dein Kind etwas auf dem Herzen hat – oder schlicht nicht mit der Anspannung umgehen kann, die du unbewusst ausstrahlst? Wenn deinem Partner etwas dazwischenkommt und er die Zusage zum Adventstreffen mit Freunden zurückziehen muss? All diese Ereignisse sind Sand in deinem Getriebe – aber sie gehören zum Leben dazu. 

Wenn du authentisch bleibst, kannst du auch in stressigen Momenten offen kommunizieren. Wenn du nicht dauernd so tust, als wäre alles in Ordnung und als würdest du deinen Berg an Arbeit „mit links“ schaffen, wissen die Menschen in deinem Umfeld, wie du dich wirklich fühlst. Und das ist eins der größten Geschenke, die du dir und ihnen machen kannst.

Das heißt übrigens nicht, dass du dein Gefühlschaos vor deinen (kleinen) Kindern ausbreiten musst. Aber wenn du in deiner Partnerschaft, in deinen Freundschaften Rückhalt hast und dort nicht funktionieren musst, wirst du auch mehr Kraft und Toleranz dafür haben, wenn dein Nachwuchs „nicht funktioniert“.

4. Das Geschenk des Loslassens

Auf den ersten Blick erscheint es uns kontraintuitiv, aber je mehr wir das Gefühl haben, dass die Dinge außer Kontrolle geraten, desto mehr müssen wir lernen, loszulassen. Wir können nicht immer alles kontrollieren, und der Versuch, es trotzdem zu tun, kostet uns sehr viel Kraft. Also müssen wir das loslassen, was wir nicht mehr brauchen, was uns nicht mehr bereichert. 

Gerade wenn du glaubst, etwas tun zu müssen, schau genau hin. Es wird sicherlich einige Dinge geben, die du loslassen kannst. Lass die Trauer los. Lass den Perfektionismus los. Lass das Gefühl los, nicht gut genug zu sein oder noch mehr leisten zu müssen. Du bist gut, so wie du bist. Du musst niemand anderes sein.

5. Sei konsequent mit deinen Grenzen

Du wirst wahrscheinlich immer mal wieder Menschen begegnen, die dein Nein nicht akzeptieren wollen. Bleibe jedoch standhaft und bei deiner Entscheidung. 

Bereite dich also darauf vor, auf Ablehnung zu stoßen, besonders, wenn du jemandem zum ersten Mal eine Grenze aufzeigst. Erkenne die Enttäuschung deines Gegenübers ruhig an. Auch sie hat ihre Berechtigung. Du könntest zum Beispiel sagen: „Ich weiß, dass du enttäuscht bist, dass ich nicht zu deiner Geburtstagsparty kommen kann, aber ich schaffe es leider einfach nicht.“ Je konsequenter du mit deinen Grenzen umgehst, desto wahrscheinlicher werden sie auch respektiert. 

Wahrscheinlich hast du schon ein Gefühl dafür, wer sich damit schwertun wird, wenn du anfängst, Grenzen zu setzen. Bereite dich darauf vor und halte ein paar passende Antwortmöglichkeiten bereit. Bedenkzeit und Alternativvorschläge sind dabei genauso legitim wie ein kategorisches Nein.

6. Das Geschenk der Selbstvergebung

In unserer Gesellschaft sind Fehler nicht gern gesehen. Viele von uns sind immer darum bemüht, alles richtig zu machen – obwohl wir eigentlich wissen, dass das unmöglich ist. 

Machen wir nun einen Fehler, verpassen einen Termin, vergessen eine Deadline oder verletzen einen Menschen, der uns nahesteht, fühlen wir uns schlecht und schuldig. Dabei ist es wichtig, diesen Fehler zu erkennen, vor uns selbst zuzugeben – und uns dann selbst zu vergeben!

Jeder Mensch kann dafür seine eigene Strategie entwickeln. Setze dich mit dem Fehler auseinander, schreibe auf, was passiert ist und was du darüber denkst und fühlst. Und wenn du die Kraft findest und die Möglichkeit besteht, ist es immer hilfreich, mit dem Menschen, den du verletzt hast, darüber zu sprechen und dich zu entschuldigen.

Was auch immer du tust, um mit deinem Fehler umzugehen: Wenn du damit fertig bist, lass los. Es bringt niemandem etwas, wenn wir uns innerlich aufreiben, uns immer weiter mit Vorwürfen überschütten wegen etwas, das wir nicht mehr ändern können. Wir können uns entschuldigen und Wiedergutmachung leisten, so gut es geht – aber wir können Gesagtes nicht ungesagt, Geschehenes nicht ungeschehen machen. 

Wenn wir loslassen, öffnen wir den Weg zur Selbstvergebung, und diese wiederum führt uns zur Selbstliebe. 

7. Das Geschenk des Lernens und des Wachstums

Persönliches Wachstum ist für mich eines der größten Geschenke, die wir uns selbst machen können. Leben ist Wandel, ist Veränderung und erfordert immer wieder Lernen und Wachsen von uns. Nur wenn wir uns an die stete Veränderung anpassen, können wir unser Leben weiterhin gut meistern.

Entscheide dich, wann immer möglich, für eine innere Einstellung, die Wachstum ermöglicht. Sage dir selbst: „Egal, was kommt, ich werde es nutzen, um größer und besser zu werden, meinen Stern heller scheinen zu lassen und mein Leben erfüllter zu leben.“

Verstecke dich nicht, sondern zeige die Gabe des Lernens und Wachstums für alle sichtbar und inspiriere andere damit.

8. Das Geschenk des Potenzials

Wer offen für persönliches Wachstum ist und nach Neuem strebt, muss in sich selbst sein wahres Potenzial spüren. Dieses Potenzial bleibt jedoch allzu oft verborgen, weil wir uns von Äußerem ablenken lassen. Halten wir inne, können wir erspüren, dass tief in uns etwas steckt, das wir der Welt zu bieten haben. Ein Talent, eine Begabung, hilfreiches Wissen – glaube an dein Potenzial! Und nutze auch und gerade die stressige Weihnachtszeit, um über deine Gaben nachzudenken.

Die jetzige Jahreszeit bringt etwas zu Ende und gibt den Weg frei für etwas Neues. Erforsche, wozu du dich berufen fühlst und suche nach Wegen, wie du damit anfangen könntest.

9. Das Geschenk der Selbstliebe

Obwohl die Liebe in unserer Gesellschaft ein zentrales Thema ist, verstehen wir einen Kernpunkt doch oft falsch. Viel zu oft glauben wir, geliebt zu werden sei es, was uns wertvoll macht.

Das ist nicht wahr! Selbst wenn wir Tausende von Followern auf den sozialen Netzwerken haben, einen großen Freundeskreis haben und der Vorsitzende vom lokalen Kanuverein sind – das alles ist nur halb so viel wert, wenn wir uns nicht auch selbst lieben. Nur wer sich selbst liebt, kann auch solche Erfolge genießen.

Unsere Liebe zu uns selbst, aber auch zu den Menschen um uns herum ist es, was Licht und Bedeutsamkeit in die Welt bringt. Nur, wenn wir in der Liebe sind, spüren wir unseren wahren Wert, unsere Talente und unser Potenzial. Und wer Liebe fühlt, kann auch Liebe schenken und so die Welt um sich herum ein bisschen reicher und schöner machen.

10. Das Geschenk der Dankbarkeit

Dankbarkeit ist eine zentrale Quelle der Selbstliebe. Sie ebnet uns den Weg zu Barmherzigkeit, Vergebung und Liebe. Und daraus entsteht das Wissen, dass wir Zugang zu mehr Kraft, Inspiration und Weisheit haben, als uns oft klar ist. Alles, was wir tun müssen, ist, diese Wissensquelle anzuzapfen.

Wenn wir all die oben aufgeführten Dinge tun und achtsam damit umgehen, wird uns Dankbarkeit erfüllen. Dankbarkeit dafür, uns Zeit nehmen und unseren Wert erkennen zu können. Dankbarkeit für die wunderbaren Augenblicke, denen wir uns mutig und präsent stellen. Dankbarkeit für das Gefühl, echt und authentisch sein zu können und all das loszulassen, was wir nicht mehr brauchen. Bescheidenheit wird uns zur Selbstvergebung führen, und auch dafür können wir dankbar sein. Und schließlich wird Wachstum und Lernen uns helfen, unser wahres Potenzial zu erkennen.

Wenn wir auch hierfür dankbar sind, Dankbarkeit empfinden für alle guten Dinge, die uns begegnen – dann kommen wir in die Selbstliebe, die es uns erlaubt, auch andere zu lieben und von ihnen geliebt zu werden.

Selbstliebe lernen

Tust du dich manchmal schwer mit der Selbstliebe? Die zehn Geschenke können ein guter Anfang sein, aber ich stehe dir auf deinem Weg gern auch persönlich unterstützend zur Seite. Schreib mir und wir prüfen in einem unverbindlichen Erstgespräch, wie ich dir weiterhelfen kann. Damit auch in deinem Leben wieder mehr (Selbst-)Liebe Einzug hält!