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Tipps zum Loslassen der Vergangenheit

Tipps zum Loslassen der Vergangenheit

Wenn du mit toxischen Menschen, herausfordernden Situationen und ungesunden Beziehungen zu tun hattest, kann es schwierig sein, weiterzumachen. Diese Erfahrungen können dich zurückhalten und daran hindern, im Augenblick zu leben. Unsere Wunden und Ängste prägen unsere Gedanken, Handlungen und Verhaltensweisen und halten uns davon ab, positive Erfahrungen zu machen.

Verbringe deine Zeit und Energie NICHT damit, die Vergangenheit wieder und wieder zu durchleben. Um wachsen zu können, musst du dich davon lösen und auf die Gegenwart konzentrieren.

Viel zu oft verwenden wir schmerzhafte Erfahrungen aus unserer Vergangenheit als Entschuldigung für unser Verhalten in der Gegenwart. Hat dein Exfreund dich zum Beispiel betrogen, ist es leider nur allzu leicht, sein Fremdgehen auf deinen aktuellen Partner zu projizieren. Um dich vor neuerlichem Schmerz zu schützen, versuchst du nun, schon früh Anzeichen zu erkennen, die du in der letzten Beziehung übersehen hast. Das kann sich darin äußern, dass du heimlich im Smartphone deines Partners stöberst, ihn nur ungern mit seinen Freunden ausgehen lässt oder allgemein zum Klammern und Kontrollieren neigst –Verhaltensweisen, die dir in der Vergangenheit möglicherweise völlig fremd waren. 

In solchen Fällen ist es wichtig, den neuen Partner nicht durch die Brille einer vergangenen Beziehung zu sehen. Das kann sich nämlich schnell nachteilig auf eure Partnerschaft auswirken und ist unfair gegenüber dem neuen Mann in deinem Leben. Er ist ein anderer Mensch, es ist eine andere Beziehung, und was in dieser passiert, wird auch anders sein.

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Nun bedeutet das Loslassen der Vergangenheit nicht nur das Loslassen einer negativen Erfahrung. Es kann auch bedeuten, Erwartungen, Vorstellungen und sogar positive Erinnerungen aus der Vergangenheit loszulassen. Das hört sich ziemlich verwirrend an, aber auch positive Erfahrungen können uns zurückhalten. Gelegentlich an deinen Expartner zu denken, ist vollkommen normal. Passiert dir das jedoch häufig oder sind die Gedanken mit intensiven Gefühlen wie Schmerz oder gar Sehnsucht verbunden, ist das ein Problem für deine Gegenwart.

Hör auf, deinen Ex zu verklären, und lerne das Positive zu sehen, das derzeit in deinem Leben geschieht. In der Vergangenheit zu leben, kann dich daran hindern, die Gegenwart voll zu genießen.

Wenn wir zu sehr an der Vergangenheit festhalten, besteht die Gefahr, in einen permanenten Stresszustand zu verfallen – ein Zustand, der sich dann noch verstärkt, wenn die Dinge plötzlich nicht so laufen, wie wir wollen. Weil wir uns ständig Sorgen machen, fangen wir auch an, zu viel über die Vergangenheit nachzudenken und frühere Erfahrungen auf die Gegenwart zu übertragen. Ein kleiner Trigger kann uns dann zurückwerfen in unsere Erinnerungen, und plötzlich kreisen unsere Gedanken nur noch um das, was nun möglicherweise als Nächstes passieren könnte. Ein Teufelskreis, der unsere emotionale Energie verbraucht!

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Wie aber kannst du verhindern, dass deine Vergangenheit ständig deine Gegenwart beeinflusst? Die folgenden 5 Tipps helfen dir, dich nicht von längst vergangenen Erfahrungen und emotionalen Erinnerungen auffressen zu lassen.

1. Werde dir deiner Gefühle bewusst

Werde dir bewusst, was du fühlst, und ergründe dann, warum das so ist. Um deine emotionalen Wunden zu heilen, musst du zuerst herausfinden, woher deine Gefühle kommen. Eine gute Möglichkeit, in diesem Punkt Klarheit zu erlangen, ist das Führen eines Tagebuchs. Notiere dir, was passiert ist, wer dabei war und was du gefühlt hast. Ziel des Niederschreibens ist es, Muster zu erkennen: Denkst du zum Beispiel immer an deinen Ex, wenn du an einem bestimmten Restaurant vorbeigehst? Kannst du manche Filme nicht mehr sehen, ohne in schmerzhafte Erinnerungen geworfen zu werden? Machst du deinem Partner (unbegründete) Vorwürfe, wenn er sich mit seinen Freunden trifft – weil du insgeheim fürchtest, er könnte zu einer anderen Frau gehen?

Wenn du schwarz auf weiß vor dir siehst, dass bestimmte Situationen bei dir die immer gleichen Gefühle und Reaktionen hervorrufen, kannst du dir deiner Gefühle und ihrer Auslöser besser bewusst werden und anders damit umgehen.

2. Das Negative akzeptieren

So sehr wir es uns auch wünschen: Es gibt keine Möglichkeit, die negativen Gedanken abzuschalten. Je mehr wir versuchen, sie zu unterdrücken und von uns fernzuhalten, desto nachdrücklicher prasseln sie auf uns ein. Deine Gefühle sind real und es ist in Ordnung, dass du so empfindest, wie du es eben tust. Scheue dich nicht, auch negative Emotionen zuzulassen. Gib ihnen den Raum, den sie brauchen, ohne dich von ihnen kontrollieren zu lassen. Oft ist es hilfreich, ein Ventil zu finden, um diese Gefühle zu verarbeiten. Das kann zum Beispiel Sport sein oder auch das Hören bestimmter Musik.

3. Praktiziere Achtsamkeit

Achtsamkeit und Wohlbefinden stehen in engem Zusammenhang. Fokussiere dich auf den aktuellen Moment: Was tust du? Wo bist du? Was geschieht im Hier und Jetzt?

Spüre in dich hinein und mache dir bewusst, was du empfindest und wie dein Körper sich anfühlt. Konzentriere dich auf deine Atmung und die Geräusche um dich herum. Wenn ein negativer oder schmerzhafter Gedanke in deinem Kopf auftaucht, nimm ihn zur Kenntnis, aber lasse ihn dann an dir vorüberziehen, als nehme ein Fluss ihn in seiner Strömung mit. Auf diese Weise kannst du deinen Geist darauf trainieren, unangenehme und quälende Gedanken loszulassen. So können sie zwar auftauchen, aber du bleibst nicht in ihnen stecken und sie ziehen dich auch nicht immer weiter herunter.

4. Unterstützung suchen

Du musst nicht alles allein aufarbeiten. Suche dir Hilfe: bei Freunden, in der Familie oder auch bei einem Lebenscoach. Wichtig ist, dass diese Person dir hilft zu verstehen, warum du in der Vergangenheit feststeckst – und wie du diesen Zustand in deinem Sinne verändern kannst.

Es hilft auch, sich mit positiven Menschen zu umgeben. Wir brauchen positive Menschen in unserem Leben, die uns unterstützen können, wenn wir sie brauchen, und die selbst daran arbeiten, ihr Leben zu verbessern. Wir sind alle auf einer Reise, und niemand von uns muss diesen Weg ganz allein gehen.

5. Abstand schaffen

Manchmal bedeutet das Loslassen der Vergangenheit, dass wir Abstand schaffen müssen. Wenn wir mit einer toxischen Person zu tun haben, hilft es, uns emotional von ihr zu distanzieren. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass wir jeden Kontakt zu dieser Person abbrechen, aber es kann bedeuten, Grenzen zu setzen oder nicht mehr emotional auf diese Person zu reagieren.

Steckst du in der Vergangenheit fest? Drehen deine Gedanken sich vielleicht immer wieder um die gleichen Situationen? Ich kann dir helfen, einen Ausweg aus diesem Kreisel zu finden. Um die Vergangenheit loszulassen, musst du dir bewusst sein, was in dir vorgeht. Dann kannst du Strategien entwickeln, die dir helfen, das Gedankenkarussell zu verlassen. Damit wirst du auch wieder bereit sein, dich voll und ganz auf das Leben einzulassen – mit all seinen Höhen und Tiefen, und auch mit einer neuen Beziehung, die nicht mehr durch deine Vergangenheit belastet wird.

Kontaktiere mich und wir finden in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam heraus, wie ich dich unterstützen kann.