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Ist es wahre Liebe?
Liebe oder Verliebtheit? So unterscheidest du die Gefühle.
Die Frage nach der wahren Liebe beschäftigt Menschen seit jeher. Was ist Liebe? Wie fühlt sie sich an? Gibt es eindeutige Anzeichen dafür, dass es sich um wahre Liebe handelt? In diesem Artikel werden wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen und einige Hinweise darauf geben, woran man Liebe erkennen kann.
Liebe und Verliebtheit sind zwei verschiedene emotionale Zustände, die oft miteinander verwechselt werden. Es ist wichtig, zwischen ihnen zu unterscheiden, um die Art der Beziehung und die damit verbundenen Gefühle besser zu verstehen.
Verliebtheit ist ein intensives Gefühl der Anziehung und Faszination für eine andere Person. Es ist oft von Aufregung, Euphorie und einem starken Verlangen nach Nähe geprägt. In dieser Phase kann man oft an nichts anderes denken als an diesen Menschen und fühlt sich regelrecht "schwindelig" vor Glück. Die Verliebtheit kann mit einer Art "Hochgefühl" einhergehen und ist häufig von einer intensiven körperlichen Anziehung geprägt. Allerdings kann Verliebtheit auch schnell wieder abklingen, besonders wenn die Realität der Beziehung die anfängliche Idealvorstellung nicht erfüllt.
Liebe hingegen ist ein tieferes und stabileres Gefühl, das sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Sie geht über die oberflächliche Anziehung hinaus und beinhaltet eine tiefere Verbundenheit und emotionale Bindung zu einer Person. Liebe umfasst gegenseitigen Respekt, Vertrauen, Fürsorge und die Bereitschaft, für den Partner da zu sein, sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten. Sie beruht auf einer tieferen Ebene des Verstehens, der Akzeptanz und des Mitgefühls für den anderen.
Im Gegensatz zur Verliebtheit, die oft von einem intensiven, aber vorübergehenden Zustand geprägt ist, kann wahre Liebe viele Jahre anhalten und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und vertiefen. Sie ist nicht nur von der Anziehungskraft und dem Glücksgefühl geprägt, sondern beinhaltet auch eine bewusste Entscheidung, den Partner zu lieben und sich um ihn zu kümmern, selbst wenn die anfängliche Leidenschaft nachlässt.
Was sagt die Wissenschaft zu Liebe?
Liebe und Verliebtheit – beide Gefühle sind wunderschön, tief bewegend und manchmal schwer zu unterscheiden. Vielleicht hast du gerade jemanden kennengelernt, fühlst dich wie auf Wolken, denkst ständig an ihn und fragst dich: Ist das Liebe oder bin ich einfach nur verliebt?
Sicher hast du schon das Gefühl gehabt, bis über beide Ohren verliebt zu sein und dieses berühmte Kribbeln im Bauch zu spüren. Allerdings sind diese Schmetterlinge im Bauch als Anzeichen für die wahre Liebe eher unzuverlässig. Vielleicht fragst du dich auch, ob es die wahre Liebe überhaupt gibt und was sie ausmacht.
Was sagt eigentlich die Wissenschaft zur wahren Liebe? Die Definition dafür lautet, dass es sich um eine Bindung an einen bestimmten Menschen handelt, die auf einer starken seelischen, körperlichen und geistigen Anziehung beruht. Sie ist mit dem Wunsch nach Zusammensein und Hingabe verbunden. Dabei muss Liebe nicht immer romantisch sein, so wie es bei Paaren ist. Wir kennen die Liebe zu unseren Eltern, Großeltern, Kindern oder Geschwistern. Das ist eine andere Art von Liebe. Sie ist nicht romantisch.
“Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.”
Antoine de Saint-Exupery
französischer Schriftsteller
Wenn einer den anderen anschaut und ihn durch die rosarote Brille sieht, ist das Verliebtheit. Der Gefühlsrausch der ersten Verliebtheit führt dazu, dass du die Ecken und Kanten des anderen nicht siehst. Wird aus dieser Verliebtheit Liebe, siehst du auch die Fehler des anderen, doch du akzeptierst sie, da sie einfach dazugehören und du ihn liebst, so wie er ist.
Auch die Wissenschaft unterscheidet zwischen Verliebtheit und Liebe. Liebe ist ein Gefühlszustand. Hormone und neurobiologische Muster spielen auf komplexe Weise zusammen und reagieren auch auf Umweltreize. Die Wissenschaft richtet ihren Blick auf die Hormone, um zu erklären, was der Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe ist. Das mag nüchtern und vielleicht sogar enttäuschend erscheinen, doch das wollen wir uns genauer anschauen.
Liebe und Verliebtheit – ein Spiel der Hormone
Bindungen sichern aus evolutionsbiologischer Sicht das Überleben, denn sie schützen und führen auch zu Nachwuchs. Eine zentrale Rolle spielt das Hormon Dopamin. Das Belohnungssystem wird angeregt, wenn wir die Person sehen, in die wir verliebt sind, und schüttet Dopamin aus. Da der Körper von diesem Glückshormon immer mehr will, kann das auch zu Abhängigkeit führen.
Anders sieht es mit dem Hormon Serotonin aus, das für die langfristige Zufriedenheit wichtig ist. Der Serotoninhaushalt nimmt oft in der Phase der Verliebtheit ab. Bei körperlicher Intimität wird Oxytocin ausgeschüttet, bei dem es sich um ein Peptidhormon handelt. Es erleichtert uns, soziale Beziehungen einzugehen. Die anfängliche Verliebtheit entwickelt sich immer stärker zu echter Liebe. Der Körper schüttet wieder weniger Dopamin aus, wenn eine feste Beziehung entstanden ist. Der Serotoninhaushalt pendelt sich ein, denn wir wollen ja langfristig zufrieden sein.
Verschiedene Formen von wahrer Liebe
Von der wahren Liebe gibt es verschiedene Formen. Eine davon ist Selbstliebe. Sie definiert unser Selbstgefühl und ist die Liebe, die du dir auch dann selbst entgegenbringst, wenn du bei etwas versagt hast oder mit deinen Unzulänglichkeiten konfrontiert wirst. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir zu einem anderen Menschen eine Verbindung aufbauen können.
Eine Liebe ist platonisch, wenn es keinen sexuellen Aspekt gibt. Die platonische Liebe kann eine tiefe und innige Beziehung zu einem anderen Menschen sein, so wie die Liebe zu Eltern, Kindern, Geschwistern und Freunden. Diese Liebe kann bedingungslos sein. Sie ist so stark, dass wir auch dann, wenn wir von dem Menschen, den wir lieben, verletzt werden, mit ihm innig und bedingungslos verbunden bleiben.
Mitunter ist Liebe aber auch einseitig und wird von dem Menschen, dem wir die Liebe gestehen, nicht erwidert.
Schließlich gibt es noch die romantische Liebe zwischen zwei Menschen. Sie entsteht, wenn die Phase der Verliebtheit vorbei ist und wir uns bewusst dafür entscheiden, dass wir mit diesem Menschen für immer zusammen sein möchten.
Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit
Wenn du verliebt bist, ist dein Körper in einem Ausnahmezustand. Die Hormone Dopamin, Adrenalin und Oxytocin sorgen für ein wahres Gefühlsfeuerwerk: Herzklopfen, weiche Knie, Tagträume, Sehnsucht. Doch so intensiv sich das alles anfühlt – es ist noch keine echte Liebe.
Liebe ist leiser. Tiefer. Stabiler. Wahre Liebe entsteht mit der Zeit, wenn du den anderen wirklich kennenlernst – mit all seinen Stärken, Eigenheiten und auch den Ecken.
Die Grenze zwischen Verliebtheit und wahrer Liebe kann fließend sein. Bis das Gefühl von Verliebtsein aufkommt, mögen wir den anderen in der Kennenlernphase, sind gern mit ihm zusammen und die ersten Schmetterlinge machen sich bemerkbar. Aus der anfänglichen Verliebtheit kann wahre Liebe entstehen, muss aber nicht.
In der Kennenlernphase ist es mitunter schwierig, zu unterscheiden, ob es sich bei den Gefühlen für den anderen Menschen um Freundschaft oder bereits um Verliebtheit handelt. Es ist auch möglich, dass aus Freundschaft Liebe wird. Eine bewusste Entscheidung für die Liebe ist bei einer Freundschaft mitunter schwierig, da man nicht weiß, ob es sich nur um eine Vorstellung von Liebe oder bereits um echte Liebe handelt. Schließlich geht es auch darum, die Freundschaft nicht zu zerstören, denn man weiß nicht, wie der andere darüber denkt.
Der Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe kann sich in verschiedenen Situationen im Alltag zeigen:
Im Umfeld
Bist du verliebt, stellst du deinen Partner deinen Freunden vor und glaubst, dass er sich mit ihnen gut verstehen wird.
Ist es echte Liebe, stellst du ihn deiner Familie vor. Du liebst ihn auch dann bedingungslos, wenn ihn jemand nicht mag.
Zukunftspläne
In der Phase der Verliebtheit plant ihr gemeinsame Aktivitäten am Abend oder am Wochenende.
Ist es wahre Liebe, wünschst du dir, dass ihr auch in einigen Jahren noch viel gemeinsam macht.
Wirkung nach außen
Ist es Verliebtheit und gehst du mit ihm zu einer Veranstaltung, denkst du darüber nach, ob er passend zum Anlass gekleidet ist.
Bei wahrer Liebe weißt du, dass dein Partner angemessen gekleidet sein wird.
Konversation
Seid ihr verliebt, könnt ihr über alles reden, auch ohne Punkt und Komma.
Handelt es sich um wahre Liebe, ist es auch kein Problem, gemeinsam zu schweigen.
Charakter
Wenn du verliebt bist, siehst du in erster Linie seine guten Charaktereigenschaften.
Ist es wahre Liebe, bist du dir auch über seine schlechten Charaktereigenschaften bewusst und liebst ihn dennoch bedingungslos. Du weißt, dass er auch deine ungünstigen Eigenschaften bedingungslos akzeptiert.
Bin ich verliebt?
Wenn du dir die Frage stellst: „Bin ich verliebt?“, helfen dir diese typischen Merkmale weiter:
- Nervosität & Herzklopfen, wenn du an ihn denkst
- Glücksmomente bei jeder Nachricht oder Begegnung
- Gedankenkreisen – er ist in deinem Kopf, ständig
- Redebedarf – du willst ständig von ihm erzählen
- Zukunftsträume, obwohl ihr euch noch kaum kennt
- Kompromissbereitschaft, weil du ihn nicht verlieren willst
- Sehnsucht nach Nähe, Berührung, Zeit zu zweit
Das alles fühlt sich wundervoll an – aber es ist wichtig, deine Gefühle bewusst zu reflektieren. Denn Verliebtheit ist oft idealisiert. Du siehst den anderen nicht so, wie er ist, sondern wie du ihn dir wünschst.
Was ist wahre Liebe – und wie fühlt sie sich an?
Wahre Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Sie ist eine Entscheidung, ein Vertrauen, ein sicheres Fundament.
Während Verliebtheit deinen Alltag verzaubert, ist wahre Liebe der sichere Hafen. Du erkennst sie daran, dass:
- du dich sicher und geborgen fühlst, ohne Drama
- du authentisch sein kannst – mit allen Gefühlen, ohne Angst
- Konflikte gemeinsam gelöst werden – mit Respekt
- ihr gemeinsame Werte und Ziele teilt
- eure Verbindung mit der Zeit wächst – und nicht abnimmt
Liebe oder Verliebtheit? So findest du Klarheit!
Verliebtheit
Impulsiv & intensiv
Kurzfristige Sehnsucht
Fokus auf Wunschbild
Körperliche Anziehung im Vordergrund
Unsicherheit & Idealismus
Liebe
Ruhig & tief
Langfristiges Vertrauen
Akzeptanz des echten Menschen
Emotionale Nähe im Mittelpunkt
Sicherheit & Stabilität
Warum es wichtig ist, auf Red Flags zu achten
Gerade in der Phase des Verliebtseins neigen wir dazu, Warnsignale zu übersehen. Doch wenn du schon früh das Gefühl hast, dass er deine Grenzen nicht respektiert, sich nur sporadisch meldet oder sich eure Lebensziele widersprechen – höre auf dein Bauchgefühl. Verliebtheit macht manchmal blind. Aber dein Bauchgefühl täuscht dich selten. Achte besonders auf:
- Er meldet sich nur, wenn es ihm passt
- Du fühlst dich klein, unsicher oder abgewertet
- Eure Lebensziele passen nicht zusammen
- Er hört dir nicht zu oder nimmt dich nicht ernst
- Du hast ständig Angst, etwas falsch zu machen
Wahre Liebe entsteht auf Augenhöhe – niemals auf Kosten deiner Selbstachtung.
Verliebt oder wahre Liebe – du darfst dir Zeit nehmen
Ob du gerade Schmetterlinge im Bauch hast oder dich fragst, ob aus dieser Verbindung mehr werden kann – deine Gefühle sind wertvoll. Du musst nicht sofort wissen, was es ist. Wichtig ist, dass du dir selbst begegnest – mit Geduld, Ehrlichkeit und Mitgefühl.
💛 Was bedeutet Liebe für dich?
💛 Wie fühlt sich wahre Liebe für dich an?
💛 Was brauchst du, um dich in einer Beziehung sicher zu fühlen?
Vielleicht hast du dich schon gefragt, wie aus diesem aufregenden Hochgefühl des Verliebtseins echte, tiefe Liebe werden kann. Vielleicht spürst du gerade, dass sich zwischen euch etwas verändert. Es ist nicht weniger intensiv – nur anders. Ruhiger. Näher. Echte Liebe ist kein Sprint, sie ist ein Marathon!
Wenn du merkst, dass du deinen Partner nicht mehr idealisierst, sondern ihn so annimmst, wie er wirklich ist – mit allem, was ihn ausmacht – dann bist du auf dem Weg in die Liebe. Ihr lernt euch tiefer kennen, wachst miteinander, durchlebt Höhen und Tiefen. Und trefft eine wichtige Entscheidung: Ihr entscheidet euch bewusst füreinander.
Wie fühlt sich wahre Liebe an?
Wahre Liebe zeigt sich nicht in perfekten Momenten, sondern oft dann, wenn es schwierig wird – und ihr trotzdem zueinandersteht. Sie bedeutet nicht, dass alles leicht ist, sondern dass es sich lohnt.
Du darfst dich verletzlich zeigen. Du musst keine Rolle spielen, keine Maske tragen. Dein Partner kennt dich – auch mit deinen Zweifeln, Ängsten und kleinen Eigenheiten – und liebt dich trotzdem. Oder gerade deshalb.
Ihr seid nicht mehr auf der Suche – ihr seid angekommen. Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil ihr euch füreinander entschieden habt. Immer wieder.
Liebe ist leise, klar und beständig. Sie gibt dir das Gefühl, angekommen zu sein.
Wie entsteht wahre Liebe?
Liebe braucht Zeit. Sie entsteht nicht aus einem einzigen Moment, sondern aus vielen gemeinsamen Erfahrungen. Aus Gesprächen nachts im Bett, aus Missverständnissen, die ihr klärt. Aus Entscheidungen, aus Vertrauen, aus kleinen Gesten im Alltag.
Manchmal entwickelt sich wahre Liebe sogar aus einer Freundschaft – langsam, leise, fast unbemerkt. Ohne dieses Herzklopfen am Anfang. Aber mit einer tiefen Verbindung, die bleibt.
Wenn du dich fragst, ob es Liebe ist oder nur Verliebtheit, dann spür in dich hinein:
Fühlst du dich geborgen, verstanden, gesehen? Möchtest du bleiben – auch wenn es gerade nicht leicht ist?
Liebe entsteht nicht in einem Moment – sondern in vielen kleinen Schritten. In Gesprächen, in Konflikten, im Alltag. Sie wächst, wenn ihr euch entscheidet: füreinander, immer wieder.
Vielleicht spürst du gerade, dass eure Verbindung ruhiger wird. Dass nicht mehr alles von Aufregung getragen ist – sondern von Nähe, Vertrauen und echter Verbindung. Dann bist du auf dem Weg in die Liebe.
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Anzeichen dafür, dass es Liebe ist
Was macht nun eigentlich wahre Liebe aus? Sie ist nicht klar definierbar. Die Anzeichen für wahre Liebe sind nicht für alle Menschen gleichbedeutend. Die folgenden Anzeichen können darauf hindeuten, dass es sich um wahre Liebe handelt:
Tiefe emotionale Verbundenheit
Eine der Grundlagen der Liebe ist eine tiefe emotionale Verbundenheit zu einer anderen Person. Wenn du dich in ihrer Gegenwart wohl fühlst, ihr vertraust und dich geistig und emotional mit ihr verbunden fühlst, könnten dies Anzeichen für Liebe sein. Liebe geht über die Oberflächlichkeit hinaus und beinhaltet das Bedürfnis nach Nähe und Vertrauen.
Ihr teilt nicht nur schöne Momente, sondern auch Sorgen, Ängste und Zweifel. Eure Nähe ist mehr als körperlich – sie ist seelisch. Sex kann wunderbar sein, aber er steht nicht mehr im Mittelpunkt.
Gegenseitiger Respekt
Wahre Liebe basiert auf gegenseitigem Respekt. Das bedeutet, dass du die Meinungen, Wünsche und Grenzen deines Partners respektierst und er dasselbe für dich tut. Wenn ihr euch auf Augenhöhe begegnet und euch gegenseitig respektiert, ist dies ein starkes Indiz für eine liebevolle Beziehung.
Unterstützung und Fürsorge
Liebe geht Hand in Hand mit Unterstützung und Fürsorge. Wenn dein Partner da ist, um dich zu unterstützen, dir zuzuhören und dir bei Herausforderungen zur Seite zu stehen, zeigt das seine Liebe für dich. Gleichzeitig hast du das Bedürfnis, deinem Partner zu helfen, ihn zu unterstützen und sein Wohlergehen zu fördern. Gegenseitige Fürsorge ist ein zentraler Aspekt einer liebevollen Beziehung.
Vertrauen und Ehrlichkeit
Eine grundlegende Komponente der Liebe ist Vertrauen. Wenn du dich deinem Partner öffnen kannst, deine Ängste und Sorgen teilst und er dasselbe tut, ist dies ein Zeichen für ein tiefes Vertrauen in eure Beziehung. Ehrlichkeit ist ebenfalls entscheidend. Wenn ihr in der Lage seid, offen und aufrichtig miteinander zu kommunizieren, und ihr euch gegenseitig vertraut, dann deutet dies auf eine solide Basis von Liebe hin.
Du musst dich nicht verstellen. Ihr seht euch gegenseitig mit liebevollen Augen – nicht durch eine rosarote Brille, sondern ganz real. Auch Schwächen haben hier Platz.
Ihr seid ehrlich zueinander, hört euch zu, nehmt einander ernst. Vertrauen wächst, wenn Worte und Taten zusammenpassen.
Kompromissbereitschaft
In jeder Beziehung gibt es Meinungsverschiedenheiten und Konflikte. Liebe bedeutet nicht, dass diese komplett vermieden werden, sondern dass man bereit ist, Kompromisse einzugehen und aufeinander zuzugehen. Wenn du und dein Partner in der Lage seid, Streitigkeiten konstruktiv zu lösen und gemeinsam Lösungen zu finden, zeugt das von einer Liebe die bereit ist, Hindernisse zu überwinden.
Ihr seid ehrlich zueinander, hört euch zu, nehmt einander ernst. Vertrauen wächst, wenn Worte und Taten zusammenpassen.
Wertschätzung im Alltag
Ob ein liebevoller Blick, eine Umarmung oder ein einfaches „Danke“ – in der Liebe sind es oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken.
Gemeinsames Wachstum
Liebe bedeutet auch, Krisen gemeinsam zu bewältigen. Ob Krankheit, Verlust oder Jobstress – ihr haltet zusammen. Jede Herausforderung lässt eure Verbindung stärker werden.
Was ist wahre Liebe – und wie fühlt sie sich an?
Wahre Liebe ist ruhiger. Und gleichzeitig stärker. Sie braucht keine ständige Bestätigung, kein Drama – sie fühlt sich einfach richtig an.
Du erkennst sie daran, dass:
- Du dich sicher und frei fühlst
- Du nicht perfekt sein musst, um geliebt zu werden
- Du deinem Partner vertraust – auch in schwierigen Momenten
- Ihr gemeinsame Werte und Ziele habt
- Du bleibst – auch wenn es gerade nicht leicht ist
Wahre Liebe bedeutet nicht, dass alles immer leicht ist. Sie bedeutet, dass du bereit bist, gemeinsam zu wachsen.
Liebe zeigt sich in schwierigen Zeiten
Vielleicht kennst du das: Es kriselt. Ihr streitet, ihr seid verletzt. Und trotzdem: Ihr bleibt. Ihr sprecht wieder miteinander. Ihr findet neue Wege. Das ist Liebe. Nicht perfekt – aber echt.
Wahre Liebe zeigt sich oft erst dann, wenn die rosarote Brille verschwunden ist. Und du feststellst: „Ich sehe dich. Und ich will trotzdem (oder gerade deshalb) mit dir weitergehen.“
Übung: Deine Liebessprache entdecken
Kennst du deine „Sprache der Liebe“? Überlege, was dir besonders wichtig ist:
- Worte der Anerkennung
(z. B. Komplimente, ehrliche Liebesbekundungen) - Zweisamkeit
(gemeinsame Zeit, intensive Gespräche) - Geschenke
(kleine Aufmerksamkeiten, Symbolik) - Hilfsbereitschaft
(Unterstützung im Alltag, praktische Hilfe) - Körperliche Nähe
(Berührungen, Umarmungen, Zärtlichkeit)
Welche dieser Sprachen sprechen du und dein Partner? Wenn ihr sie kennt, könnt ihr bewusster aufeinander eingehen.
Verliebtheit ist oft der Anfang. Liebe ist das Bleiben.
Während die Verliebtheit von Hormonen wie Dopamin, Adrenalin und Oxytocin gesteuert wird, ist Liebe ein stilleres, tieferes Gefühl. Es wächst mit Vertrauen, gemeinsamen Erfahrungen und einer bewussten Entscheidung füreinander.
🌿 Übung: Spüre in dein Herz
Nimm dir 10 Minuten Zeit, schließe die Augen und stelle dir diese Fragen:
- Was fühle ich, wenn ich an diese Person denke?
- Bin ich aufgeregt – oder fühle ich mich geborgen?
- Was wünsche ich mir wirklich in dieser Verbindung?
Schreib dir deine Gedanken auf. Ohne Bewertung – einfach, um ihnen Raum zu geben.
🌿 Reflexionsübung: Liebe vs. Wunschbild
Nimm zwei Blätter Papier. Schreibe auf das erste:
➤ „Was ich an ihm liebe“
Auf das zweite:
➤ „Was ich mir von einer Beziehung wünsche“
Vergleiche beide Listen: Basiert deine Zuneigung auf dem Menschen selbst – oder auf deinen Wünschen? Diese Gegenüberstellung bringt oft sehr viel Klarheit.
Reflexion: Was bedeutet Liebe für dich?
Nimm dir ein Notizbuch, und beantworte in Ruhe:
- Was ist für mich echte Liebe?
- Wie möchte ich mich in einer Beziehung fühlen?
- Welche Werte sind mir in einer Partnerschaft wichtig?
- Wann habe ich mich in einer Beziehung wirklich sicher gefühlt?
Diese Fragen helfen dir, dich selbst besser zu verstehen – und deine Bedürfnisse klarer zu sehen.
Kann Liebe irgendwann langweilig werden?
Im Laufe der Zeit, wenn du bereits viele Jahre mit deinem Partner zusammen bist, kehrt Gewohnheit in die Beziehung ein. Die Sicherheit im Gefühlsleben bedeutet, dass die Leidenschaft abnehmen kann. Die Hormone Dopamin und Oxytocin schließen sich in gewisser Weise aus. Steht die Liebe noch ganz am Anfang, ist häufig wilder Sex an der Tagesordnung. Das kann sich im Laufe der Jahre ändern, dann bevorzugen viele Paare das gemeinsame Kuscheln und die Geborgenheit.
Nach einigen Jahren Beziehung berichten Paare mitunter von einer gewissen Langeweile, was auch den Sex betrifft. Wie der US-amerikanische Bestsellerautor und Sexualtherapeut David Schnarch in seinen Studien feststellte, klagten fast 70 Prozent der Teilnehmer über Probleme mit der Lust. Häufig entsteht ein Ungleichgewicht des Verlangens. Es kommt zu Streitigkeiten, wenn einer mehr und der andere weniger Sex möchte.
David Schnarch weist darauf hin, dass Probleme bezüglich des sexuellen Verlangens unvermeidlich sind. Er empfiehlt, solche Probleme produktiv zu nutzen. Es ist sinnvoll, dass beide Partner die nachlassende Leidenschaft für ihre persönliche Entwicklung nutzen. Sie können sich dann auf einem neuen Niveau und mit gereifter Intimität begegnen.
Wahre Liebe erhalten: Das bedeutet Arbeit
Jeder wünscht sich die wahre Liebe und möchte, dass sie für immer bestehen bleibt. Es bedeutet jedoch dauerhafte Arbeit, die Liebe lebendig zu halten. Es ist wichtig, dass sich einer für den anderen entscheidet und diese Entscheidung nicht durch schwierige Phasen im Alltag in Frage gestellt wird. Die wahre Liebe hat eine dauerhafte Chance, wenn die positiven Eigenschaften, die du an deinem Partner siehst, vor den negativen überwiegen und auch er mehr positive als negative Eigenschaften an dir sieht.
Jede Beziehung verändert sich im Laufe der Zeit. Die folgenden Tipps können dir helfen, die Liebe zu pflegen:
- Sprich mit deinem Partner über deine Gefühle und zeige deine Liebe mit kleinen Gesten.
- Ein gemeinsames Hobby kann positive Erlebnisse schaffen und verbinden.
- Alte Emotionen können aufleben, wenn ihr euch an Situationen erinnert, in denen ihr tiefe Gefühle füreinander hattet.
- Schlechte Laune und Stress machen vor keinem Menschen Halt, doch wichtig ist, dass du sie nicht an deinem Partner auslässt. Besser ist, mit ihm darüber zu reden. Liebt er dich, wird er dir zuhören und dein Tief wegzaubern.
- Emotionale Abhängigkeit von deinem Partner vermeidest du, wenn du ein eigenes Leben führst.
Liebe oder Verliebtheit?
Insgesamt sind Verliebtheit und Liebe unterschiedliche Phasen und emotionale Zustände in einer Beziehung. Verliebtheit ist der anfängliche Funke, der die Liebe entfachen kann, während Liebe ein tieferes und nachhaltigeres Gefühl der Verbundenheit, Fürsorge und des Engagements für den Partner ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass Verliebtheit oft der erste Schritt ist, um Liebe zu entwickeln. Verliebtheit kann den Weg zur wahren Liebe ebnen, aber nicht jede Verliebtheit führt zwangsläufig zu einer tiefen und dauerhaften Liebe. Es braucht Zeit, gemeinsame Erfahrungen und eine gemeinsame Basis, um die Verliebtheit in eine stabile und erfüllende Liebe umzuwandeln.
Fazit: Verliebt oder wahre Liebe – vertraue dir
Liebe braucht Zeit, Raum und Aufmerksamkeit. Du musst nicht sofort wissen, was es ist. Du darfst dir erlauben, hinzuspüren, zu reflektieren und herauszufinden, was du wirklich brauchst. Vielleicht ist es gerade Verliebtheit. Vielleicht beginnt die Liebe gerade, ganz still zu wachsen. Du darfst dich auf diesen Weg einlassen – in deinem Tempo.
