Nachdenkliche Frau in einem hellen Pullover, die den Kopf auf ihre Hand stützt

Bescheidenheit ist eine Zier…

Bescheidenheit gilt als positive Eigenschaft – doch wann wird Zurückhaltung zum Hindernis? Dieser Artikel richtet sich vor allem an Frauen, die ihre Wünsche, Erfolge oder Bedürfnisse häufig relativieren und sich schuldig fühlen, wenn sie Raum für sich beanspruchen. Er zeigt, wie solche Verhaltensmuster durch Erziehung und gesellschaftliche Erwartungen entstehen können und woran sie im Alltag erkennbar sind. Außerdem geht es darum, Bescheidenheit neu zu sehen, ohne sich selbst dabei ständig zurückzunehmen.

Wenn Zurückhaltung zum Hindernis wird

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“

Du kennst diesen Spruch vielleicht noch aus deiner Kindheit. Er klingt ein bisschen altmodisch, ein bisschen spöttisch – und trifft trotzdem einen erstaunlich wunden Punkt.

Der erste Teil vermittelt: Bescheidenheit ist etwas Gutes. Eine anständige Eigenschaft. Wer sich nicht ständig selbst in den Vordergrund stellt, anderen den Vortritt lässt und Raum für andere lässt, gilt als angenehm und gut erzogen.

Und dann kommt der zweite Teil und dreht die Aussage plötzlich um: Weiter kommt man ohne Bescheidenheit.

Gemeint ist damit nicht, dass man egoistisch oder rücksichtslos durchs Leben gehen sollte. Der Spruch macht sich vielmehr über die Vorstellung lustig, dass Zurückhaltung automatisch zum Erfolg führt. Wer nie sagt, was er kann, was er möchte oder was ihm wichtig ist, wird eben nicht unbedingt dafür belohnt.

Für Frauen bekommt dieser alte Spruch allerdings oft eine zusätzliche Bedeutung.

Denn Bescheidenheit ist mehr als eine Frage des guten Benehmens. Sie kann zu einer Erwartung werden: Sei freundlich. Sei dankbar. Bleib unkompliziert. Gib anderen keinen Anlass zu denken, du hältst dich für etwas Besseres.

Und solange du dich daran hältst, fühlst du dich wie ein guter, rücksichtsvoller Mensch.

Was aber passiert, wenn du diese Rolle verlässt?

Wenn du plötzlich mehr möchtest. 

Wenn du deine Freude über einen Erfolg offen zeigst. 

Wenn du ein Bedürfnis aussprichst, ohne dich gleichzeitig dafür zu entschuldigen. 

Wenn du dir etwas erlaubst, auch wenn andere es nicht verstehen.

Dann kann etwas Merkwürdiges passieren: Du fühlst du dich erst einmal schuldig. Oder sogar beschämt.

Warum Bescheidenheit so tief sitzt

Es beginnt oft harmlos.

Du kommst als Kind nach Hause und erzählst stolz, dass du etwas besonders gut gemacht hast. Du hast ein Bild gemalt, einen Wettbewerb gewonnen oder etwas geschafft und dafür vor der ganzen Klasse Lob bekommen.

Und dann kommt dieser eine Satz: „Du musst dich nicht so in den Vordergrund stellen.“

Oder: „Sei nicht so stolz.“

Vielleicht sagt es auch niemand direkt. Manchmal reicht schon ein Blick oder ein kurzer Moment, in dem du merkst: Deine Begeisterung war gerade ein bisschen zu viel.

Gleichzeitig lernst du, was gut ankommt. Du hilfst. Du teilst. Du denkst an andere. Du lässt jemand anderen zuerst wählen. Du freust dich mit anderen, statt selbst im Mittelpunkt zu stehen.

Aus solchen Erfahrungen können mit der Zeit Glaubenssätze entstehen. Selten als bewusste Gedanken, die du irgendwann für dich formulierst. Eher als stille Überzeugung darüber, wie man sein sollte, um gemocht, anerkannt oder als „gute“ Frau wahrgenommen zu werden.

Zum Beispiel:

Ich sollte mich nicht zu wichtig nehmen.

Ich darf etwas können, aber ich sollte nicht damit angeben.

Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine.

So entsteht nach und nach ein Bild davon, was eine „gute“ Frau ausmacht: Sie darf etwas leisten, darf daraus aber keine große Sache machen. Sie darf etwas wollen, sollte dabei aber gleichzeitig genügsam und rücksichtsvoll bleiben. Sie darf erfolgreich sein – solange ihr Erfolg bei anderen nicht das Gefühl auslöst, weniger erfolgreich zu sein.

Diese Glaubenssätze müssen später gar nicht mehr ausgesprochen werden. Sie wirken unbewusst weiter und steuern unser Denken, Fühlen und Handeln.

Du bekommst ein Kompliment für dein Aussehen und antwortest sofort, dass du heute einfach Glück mit deinen Haaren hattest. 

Du kaufst dir etwas, das du dir lange gewünscht hast, und erklärst vorsichtshalber, dass es im Angebot war. 

Du setzt in deiner Beziehung eine Grenze und fragst dich anschließend, ob du jetzt abgelehnt wirst.

Keines dieser Dinge muss für sich genommen problematisch sein.

Wichtig wird es erst, wenn du bemerkst, dass du selbst deinen eigenen Wert, deine Wünsche, Bedürfnisse, Grenzen und Entscheidungen immer wieder relativierst.

Niemand muss dich daran erinnern, genügsam zu sein. Du übernimmst diese Aufgabe längst selbst.

Und genau deshalb kann es so ungewohnt sein, diese Rolle irgendwann abzulegen. Das liegt auch daran, dass das meistens der Moment ist, in dem Schuld entsteht: Du hast eigentlich keinen Grund, dich so zu fühlen – und trotzdem fühlt es sich in einem Teil von dir so an, als würdest du gegen eine wichtige Regel verstoßen.

Woher diese Glaubenssätze kommen

Viele der Glaubenssätze, die uns heute im Weg stehen, haben ihren Ursprung in unserer Kindheit. Wir haben sie oft sehr früh gelernt – von Menschen, die es meist gut mit uns meinten.

Unsere Eltern und oft auch unsere Großeltern wollten, dass wir freundlich sind, gut mit anderen auskommen und im Leben zurechtkommen. Besonders Mädchen wurde dabei oft vermittelt, welche Eigenschaften eine Frau angenehm und attraktiv machen: Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Anpassungsfähigkeit und Zurückhaltung.

Was damals als gute Erziehung galt, kann heute allerdings eine andere Wirkung haben.

„Denk auch mal an die anderen.“

„Du musst nicht immer deinen Willen haben.“

„Sei nicht vorlaut.“

Solche Sätze waren vermutlich selten böse gemeint. Dahinter stand häufig die Sorge, dass die Tochter aneckt, als schwierig gilt oder von anderen abgelehnt wird. Eine angenehme, gut erzogene Frau hatte es schließlich leichter – so war zumindest die Vorstellung vieler früherer Generationen.

Rücksichtnahme kann eine Stärke sein. Freundlichkeit ebenso. Es spricht schließlich nichts dagegen, auf andere zu achten und ihnen entgegenzukommen. Schwierig wird es erst, wenn dabei die eigenen Wünsche und Bedürfnisse regelmäßig zu kurz kommen.

Schwierig wird es auch, wenn aus einer guten Absicht mit der Zeit ein unbewusstes Verhaltensmuster entsteht. Aus „Sei rücksichtsvoll“ wird dann vielleicht „Stell deine eigenen Wünsche lieber zurück“. Was ursprünglich helfen sollte, gut mit anderen auszukommen, kann so irgendwann dazu führen, dass die eigenen Bedürfnisse kaum noch Raum bekommen.

Denn die Welt, in der unsere Eltern erwachsen wurden, war eine andere. Frauen hatten andere Rollen, andere Erwartungen und oft weniger Möglichkeiten, ihr Leben selbst zu gestalten.

Und trotzdem folgst du heute möglicherweise noch Regeln, die ursprünglich dafür gedacht waren, dir das Leben leichter zu machen.

Woran du merkst, dass du dich klein machst

Manchmal passiert es mitten in einem normalen Gespräch.

Eine Kollegin fragt, wie es dir geht, und du erzählst von etwas, worüber du dich eigentlich sehr freust. Noch bevor sie reagieren kann, schiebst du hinterher: „Aber es ist ja auch nichts Besonderes.“

Oder jemand macht dir ein Kompliment und du winkst sofort ab. Du hast dir etwas Schönes gegönnt und erklärst ungefragt, warum es gar nicht so teuer war. Du möchtest etwas erzählen, hältst dich dann aber doch zurück, aus Angst, dadurch zu sehr aufzufallen.

Es sind Kleinigkeiten. Gerade deshalb bleiben sie oft unbemerkt.

Mit der Zeit hast du dir angewöhnt, deine Bedürfnisse vorsichtiger zu formulieren, deine Erfolge herunterzuspielen oder deine Meinung lieber noch einmal zu überdenken, bevor du sie aussprichst.

Irgendwann kann daraus ein widersprüchliches Gefühl entstehen: Du merkst, dass du mit deinem ständigen Zurückstecken kaum vorankommst. Gleichzeitig hast du Angst davor, was passiert, wenn du damit aufhörst.

Wer bin ich dann?

Du hast Angst, plötzlich fordernd, egoistisch oder unangenehm selbstbewusst zu wirken. Dass andere dich nicht mehr als die freundliche, verständnisvolle und hilfsbereite Frau erleben, die du bisher warst.

Und genau hier kommt dein Selbstbild ins Spiel.

Wenn du dich selbst lange darüber definiert hast, dass du rücksichtsvoll bist, wenig verlangst und dich gut auf andere einstellen kannst, fühlt sich eine Veränderung zunächst kaum wie persönliches Wachstum an. Sie kann sich sogar wie ein Verlust deiner eigenen Identität anfühlen.

Du möchtest mehr – aber nicht auf Kosten deiner Persönlichkeit.

Du willst selbstbewusster werden, ohne arrogant zu sein. 

Deine Bedürfnisse ernst nehmen, ohne egoistisch zu werden.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn es geht nicht darum, aus einer zurückhaltenden Frau einen Menschen zu machen, der immer im Mittelpunkt stehen muss. Es geht darum, dein Bild von dir selbst zu erweitern.

Du bist mehr als die Frau, die Rücksicht nimmt.

Du bist genauso die Frau, die etwas will, Entscheidungen trifft, Raum einnimmt und ihre Möglichkeiten nutzt.

Das widerspricht sich nicht.

Woran du dich orientieren kannst

Wenn du lange gewohnt warst, zuerst darauf zu achten, was für andere gut und richtig ist, kann eine eigene Entscheidung erstaunlich kompliziert werden.

Es liegt weniger daran, dass du unsicher bist, was du möchtest. Vielmehr taucht sofort die Frage auf, wie dein Wunsch auf andere wirken könnte.

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchtest du zum Beispiel ein Wochenende für dich haben, doch eine Freundin möchte etwas mit dir unternehmen. Eigentlich würdest du gerne Nein sagen, weil du dringend eine Pause brauchst. Trotzdem hast du sofort ein schlechtes Gewissen und sagst zu.

Oder du möchtest dir etwas kaufen, auf das du lange gespart hast und das dir wirklich Freude macht, und beginnst noch vor dem Bezahlen darüber nachzudenken, was dein Partner dazu sagen wird.

So wird aus einer einfachen Entscheidung schnell eine Abwägung zwischen dem eigenen Wunsch und den möglichen Reaktionen der anderen.

Hilfreich kann es sein, die Reihenfolge zu verändern.

Nicht zuerst fragen: „Was wird der andere davon halten? Was werden die anderen davon halten?“

Sondern: Was möchte ich eigentlich – und warum?

Die Meinung anderer darf weiterhin eine Rolle spielen. Natürlich gibt es Entscheidungen, bei denen die Bedürfnisse von Partner, Kindern, Familie oder Freunden berücksichtigt werden müssen. Und manchmal ist es richtig, den eigenen Wunsch zurückzustellen.

Manchmal sind andere enttäuscht, verärgert oder kritisch. Der Unterschied liegt darin, ob du dich bewusst für etwas entscheidest oder ob du automatisch zurückweichst, sobald jemand mit deiner Entscheidung unzufrieden sein könnte.

Stelle dir diese Frage:

Wie würde ich mich entscheiden, wenn ich mich allein an dem orientieren dürfte, was sich für mich richtig anfühlt?

Vielleicht stellst du dabei fest, dass dein Wunsch gut zu deinen eigenen Werten passt. Oder du erkennst, dass du diesen Wunsch eigentlich gar nicht hast und bisher nur dachtest, du müsstest ihn dir erlauben.

Beides ist eine wertvolle Erkenntnis.

Denn es geht nicht darum, jedes Bedürfnis durchzusetzen. Es geht darum, überhaupt einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, bevor die Erwartungen anderer ihn bestimmen.

Du darfst Rücksicht nehmen. Du darfst Kompromisse eingehen. Du darfst deine Meinung ändern.

Aber du musst nicht automatisch diejenige sein, die nachgibt.

Orientiere dich weniger daran, ob du für andere bequem genug bist, und achte stärker darauf, ob sich eine Entscheidung für dich richtig und stimmig anfühlt.

Die eigenen Wünsche vertreten

Du sitzt mit einer Freundin beim Kaffee. Ihr habt euch längere Zeit nicht gesehen und erzählt euch, was in den letzten Monaten passiert ist.

Irgendwann erzählst du ihr von deiner geplanten Reise.

Drei Wochen Indien. Keine günstige Pauschalreise, sondern eine Studienreise mit einer kleinen Gruppe. Du hast dafür gespart und möchtest dir damit einen Herzenswunsch erfüllen.

Deine Freundin wird still.

„Wow“, sagt sie. „Das könnte ich mir niemals leisten.“

Du merkst sofort, wie sich etwas in dir verändert.

Eben noch hast du dich auf die Reise gefreut. Jetzt fühlst du dich schlecht.

„Es ist auch wirklich teuer“, sagst du. „Ich bin mir auch noch unsicher, ob ich es wirklich machen soll.“

Deine Freundin schaut dich an.

„Für so etwas wäre mir das jedenfalls zu viel Geld. Mit dem Geld könnte man doch auch etwas anderes machen.“

Du kennst ihre aktuelle finanzielle Situation. Du weißt, dass sie sich diese Reise tatsächlich nicht leisten könnte.

Und plötzlich fühlst du dich fast schuldig, dass du es kannst.

Aber warum eigentlich?

Ihre finanzielle Situation ist real. Ihre Gefühle sind real. Du darfst empathisch sein. Und trotzdem darfst du deinen Wunsch zeigen und ihn ohne Scham vertreten.

Rücksicht bedeutet nicht, den eigenen Lebensstandard ständig an den Menschen auszurichten, die weniger haben. Und Mitgefühl verlangt nicht, dass du auf etwas verzichtest, nur weil jemand anderes es sich nicht leisten kann.

Vielleicht sagst du deshalb einfach:

„Ich verstehe, dass das viel Geld ist, aber für mich ist es wirklich wichtig.“

Mehr musst du dazu nicht sagen. Deine Entscheidung spricht für sich.

Deine Freundin bleibt trotzdem kritisch. Für sie ist die Summe weiterhin zu hoch.

Das darf so sein.

Du musst sie nicht überzeugen. Du darfst deine Freude einfach genießen, ohne dich selbst kleinzumachen, nur damit sie sich für sie besser fühlt.

Bescheidenheit neu verstehen

Vielleicht kommt dir manches in diesem Artikel inzwischen bekannt vor.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder, wenn du deine eigene Freude sofort relativierst. Oder wenn du den Drang verspürst, dich zu rechtfertigen, obwohl du eigentlich keinen Fehler gemacht hast.

In der Gewohnheit, erst darüber nachzudenken, wie eine Entscheidung auf andere wirkt, bevor du dich fragst, was du selbst davon hältst.

Dabei wird auch deutlich, dass Bescheidenheit keine feste Eigenschaft ist, sondern etwas, das sich im Laufe des Lebens verändern kann.

Sie kann etwas sein, das dir einmal beigebracht wurde. Eine Art, durchs Leben zu gehen. Eine Vorstellung davon, was eine „gute“ Frau ausmacht.

Irgendwann merkst du, dass diese Art, dich an anderen zu orientieren, nicht mehr zu deinem Leben passt.

Das bedeutet nicht, dass du plötzlich lauter werden oder weniger Rücksicht nehmen sollst. Es geht vielmehr darum, deine eigenen Wünsche bei Entscheidungen bewusster zu berücksichtigen. Wenn du bemerkst, dass du gerade wieder nachgeben möchtest, obwohl du eigentlich etwas anderes willst, kannst du kurz innehalten und dich fragen:

Tue ich das aus Rücksicht – oder möchte ich nur vermeiden, dass jemand mit meiner Entscheidung unzufrieden ist?

Das ist auch die Antwort auf die Frage, die sich durch diesen Artikel zieht: 

Musst du dich schuldig fühlen, wenn du mehr möchtest?

Nein.

Du darfst mehr Geld wollen. Mehr Zeit. Mehr Freiheit. Mehr Anerkennung. Eine andere Art von Beziehung. Ein anderes Leben.

Und du darfst trotzdem großzügig, aufmerksam und bescheiden bleiben, wenn du es möchtest.

Denn das Ziel liegt vielmehr darin, auch einer zurückhaltenden Frau zu ermöglichen, ihre eigenen Wünsche ernst zu nehmen und selbstbewusst zu vertreten.

Das Ziel ist, dass du unterscheiden kannst:

Was tue ich, weil es wirklich zu mir passt – und was tue ich nur, damit ich niemandem zu viel bin?

Du musst darauf nicht sofort eine Antwort haben. Wichtig ist, dass du beginnst, nach deiner eigenen Antwort zu suchen.

Eine Antwort, die zu dir passt – jenseits der Erwartungen anderer und der Regeln, die du als Kind gelernt hast. Eine Antwort, die zu deinem heutigen Leben passt.

Dich selbst ernst nehmen – und es üben

Sich selbst ernst zu nehmen ist keine Entscheidung, die von heute auf morgen alles verändert. Es ist eher etwas, das du im Alltag üben kannst. Gerade in kleinen Situationen lässt sich beobachten, wann du deine eigenen Wünsche zurückstellst – und wann du beginnst, ihnen mehr Gewicht zu geben.

Ein guter Anfang ist, bei kleinen Entscheidungen kurz innezuhalten.

Was möchte ich eigentlich?

Was würde ich tun, wenn ich gerade niemanden zufriedenstellen müsste?

Manchmal ist die Antwort überraschend einfach.

Auch bei einem Kompliment oder Lob kannst du üben, deine Leistung oder dein Aussehen einfach anzunehmen. Ein schlichtes „Danke“ reicht. Du musst nichts erklären oder relativieren.

Dasselbe gilt für deine Bedürfnisse. Sprich sie aus, auch wenn du nicht weißt, wie es bei anderen ankommt. Und wenn du etwas ablehnen möchtest, probiere es zunächst bei einer kleinen Sache aus. Ein „Heute möchte ich lieber zu Hause bleiben“ braucht keine lange Begründung.

Mit der Zeit kannst du außerdem darauf achten, wie oft du deine Entscheidungen innerlich sofort infrage stellst. Frag dich dann: 

Tue ich das, weil es wirklich meine Entscheidung ist – oder weil ich Angst vor der Reaktion anderer habe?

Selbstbewusstsein zeigt sich nicht darin, dass dir die Meinung anderer plötzlich egal ist. Es zeigt sich darin, dass du deine eigene Meinung ebenfalls ernst nimmst.

Über diese Inhalte

Zweiweltenkind widmet sich den Themen Beziehung, Selbstwert, innere Orientierung und persönliche Entwicklung. Die Fachartikel greifen diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auf und laden dazu ein, eigene Erfahrungen, Gedanken und Verhaltensmuster zu reflektieren. Die Inhalte sind praxisnah, verständlich und auf die Lebensrealität von Frauen ausgerichtet.

Die richtigen Fragen können Klarheit schaffen

Möchtest du deinen Selbstwert und deine Selbstsicherheit stärken? Dann melde dich bei mir.

Das ca. 30-minütige Kennenlerngespräch ist für dich kostenfrei und ganz ohne Verpflichtung.

Nach oben scrollen